Auflösung

  • Wie ist es bei Ihnen ausgegangen?
  • An wie viele Paare konnten Sie sich erinnern?
  • Aus welcher Spalte stammen die meisten der gemerkten Paare?

Bei den meisten Menschen ist der Unterschied erheblich: Sie erinnern sich an eine weit größere Zahl der lückenhaften Paare aus Spalte B. In Experimenten merken sich die meisten Testpersonen dreimal so viele Begriffe aus Spalte B wie aus Spalte A. Es ist, als würde ihr Gedächtnis mit einem Mal geschärft. Wenn es sich um eine Prüfung handeln würde, dann würden Sie in Spalte B um 300 Prozent besser abschneiden.

Aber Ihr Intelligenzquotient ist nicht plötzlich in die Höhe geschnellt, als Sie sich die rechte Spalte angesehen haben, Sie haben sich nicht anders gefühlt, und – so leid es mir tut – Sie sind nicht plötzlich zum Genie geworden. Doch als sie die lückenhaften Begriffe angesehen haben, ist unbemerkt etwas Wichtiges passiert. Sie haben eine Pause gemacht und ein paar Millisekunden lang nachgedacht, und diese paar Millisekunden waren entscheidend. Sie haben sich die rechte Spalte nicht anders angesehen als die linke – Sie haben sie sich nur aktiver angesehen.

Wir nennen das aktives Lernen. Durch die fehlenden Buchstaben wurde ihr Gehirn aktiviert. Es musste sich ein klein wenig Zeit nehmen, um die Wörter zu erfassen. Im Ergebnis bedeutet das, es macht nichts, wenn man sich Zeit nimmt oder etwas langsamer ist, aber dafür Dinge aktiv zur Kenntnis nimmt.

Hindernisse aller Art erfordern unsere Aufmerksamkeit. Dadurch setzten wir uns mit dem Problem auseinander. Darum sind Fehler am Ende auch förderlich. Denn in der Folge gehen uns die Dinge besser von der Hand. Wir werden im Ergebnis besser, obwohl uns Fehler zunächst Zeit kosten.

Aber nicht nur Fehler bringen uns im Ergebnis schneller zum Erfolg. Wir sind generell erfolgreicher, wenn wir aktiv sind. Ein Mensch, der nur Dienst nach Vorschrift macht und nur abarbeitet, aktiviert sein Gehirn in einem schwächeren Maße, als ein engagierter Mensch.

Dieses Experiment zeigt, Ihr Gehirn muss irgendwie die Wörter wieder zusammensetzen. Es muss das „u“ zur Butter hinzufügen. Aber im Grunde geht es hier um Menschen, die sich im Allgemeinen engagieren. Wenn Sie das zu Ende denken, so arbeitet das Gehirn eines aktiven Menschen besser. Er passt besser auf. Ein aktiver Mensch erzielt bessere Ergebnisse. Dieses einfache Listen-Experiment zeigt uns bei bewusster Betrachtung einen riesigen Hebel, den wir selbst umlegen können!